Tagesgeld und Festgeld sind beliebt – aber wie sieht es mit der Beratung der Banken aus?
Gerade zu Zeiten von Lehmann – Pleite, Kapriolen an den Finanzmärkten und großen Unsicherheiten im Euro-Raum, wird es für den Anleger immer wichtiger sein Geld sicher und dennoch gewinnbringend anzulegen.
Tagesgeld und Festgeld spielen daher bei der Anlagestrategie vieler Bürger eine enorm wichtige Rolle. Denn gerade diese Werte sind weitgehend als sichere Anlage zu sehen und erwirtschaften zudem eine ordentliche Rendite. Zahlreiche Internetportale bieten komfortable Rechner an, bei welchen Sie unter Eingabe der Worte ” Zinsen auf Festgeld im Vergleich” schnell ermitteln können welches Institut die besten Zinsen bietet.
Aktienfonds oder Festgeld?
Bei beiden Anlageformen, dem Aktienfonds und dem Festgeld, ist grundsätzlich eine längere Anlagezeit des Kapitals notwendig. Der Aktienfonds verspricht einerseits zunächst eine höhere Rendite, andererseits hat der Anleger aber auch mit Risiken zu rechnen.
Diese Risiken sind beim Tagesgeld und Festgeld nicht zu befürchten.
Wie sieht es aber mit der Beratungsqualität der Banken aus?
Grundsätzlich sollte man meinen, dass gerade die Banken, als die in Geldangelegenheiten sich selbst über alle Himmel hinaus lobenden Institute, eine besondere Beratungsqualität an den Tag legen!
Zahlreiche Tests spricht hier aber leider eine ganz andere Sprache. Selbst bei “einfachen” und nicht sonderlich komplexen Bankprodukten, wird den Bankberatern teilweise eine verheerend schlechte Beratungsqualität attestiert.
Und der Kunde, welcher ja normalerweise davon ausgeht dass seine Bank als Institut seines Vertrauens jederzeit die beste am Markt anzutreffende Strategie und das jeweils auch beste Produkt anbietet, ist leider immer wieder der Dumme.
Warum schneiden die Banken in Tests so schlecht ab?
Ein Grund für die relativ schlechte Beratungsqualität dürfte nicht nur in der teilweise mangelnden Kompetenz und Ausbildung der Bankberater liegen, sondern darin, dass jede Bank die eigenen Produkte präferiert und somit auch an “den Mann” sprich Kunden bringen möchte. So ergibt es sich nahezu automatisch, dass der Bankberater, teilweise sogar wider besseres Wissen, ein Produkt empfiehlt, welches für den gerade vor ihm sitzenden Kunden überhaupt nicht geeignet ist. Denn die Banken haben klare Vorgaben. So wird beispielsweise, wenn die “Bausparwoche oder Aktienfondswoche” ansteht, der Bausparvertrag oder der Fonds als erste Anlageempfehlung zu “verkaufen” sein. Und das Wort “verkaufen” trifft den Nagel auf den Kopf. Denn nicht die Beratung, sondern eher der “Verkauf” des bankeigenen Produktes stellt leider sehr oft die Anlage – Empfehlung des Bankberaters dar. Und wenn es dann eben gilt dem Kunden den Bausparvertrag ” aufs Auge zudrücken” dann hilft es überhaupt nichts wenn dieser eigentlich ganz andere Ziele und Wünsche formuliert. Hauptsache das Bausparziel wird für diese Woche erreicht!
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